In der aktuellen Berichterstattung über die Verkehrsbehinderungen aufgrund von Schnee und Eis sprach ein Journalist davon, dass man ja heutzutage einen „durchgetakteten Terminkalender“ habe und dass einen solche ungeplanten Behinderungen schon aus der Ruhe bringen können. Und ein Wissenschaftler sagte, dass wir eine hohe Erwartungshaltung haben, dass alles immer funktioniert und wir in solchen Situationen einfach mehr „Frustrationstoleranz“ bräuchten.
Diese besondere Situation zeigt für mich sehr schön, wie die meisten Menschen heutzutage ihren Alltag wahrnehmen. Wir haben eine ziemlich genaue Vorstellung davon, was im Laufe eines Tages wirklich wichtig für uns ist und was ein Hindernis bzw. nur ein Mittel ist, um zu den „wichtigen“ Dingen zu kommen.
Aber: Gibt es diese Unterscheidung in „wichtig“ und „unwichtig“, in „wertvoll“ und „wertlos“, wirklich? Oder ist sie nur ein gedankliches Konstrukt, dem wir kollektiv folgen? Und macht uns diese dualistische Betrachtung glücklicher?