Ingo Zacharias

heiter & gelassen

Leben ohne Sorgen und Stress

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Über die Wandlung der hektischen Zeit in Gelassenheit

Im Alltag sind wir meistens auf dem Sprung. Es gibt viel zu tun, viel zu erledigen. Deshalb muss vieles möglichst schnell gehen. Und während wir noch diese Sache tun, sind wir im Kopf schon bei der nächsten Aktivität. Oder wir versuchen aus einer unangenehmen Tätigkeit oder Situation möglichst schnell raus zu kommen, um uns wieder besser zu fühlen.

Fast jeden Tag unterziehen wir uns unserem ganz persönlichen „Stresstest“: „Kriege ich alles hin?“ – „Da muss ich hin!“ – „Damit will ich endlich fertig werden!“

Irgendwo in uns kriegen wir mit, wie anstrengend, ja wie auslaugend diese Art zu leben ist. Wir freuen uns vielleicht auf den Urlaub oder einen freien Sonntag im Monat. Oder wir besuchen einen Entspannungskurs, machen Yoga, meditieren morgens 20 Minuten.

Wir lassen uns kurz etwas fallen – aber dann „muss“ es weitergehen. Wir funktionieren und versuchen, gute Gefühle zu maximieren und ungute Gefühle zu minimieren.

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Es gibt keinen Weg zum Frieden – Frieden ist der Weg.

Für den vietnamesischen Zen-Lehrer Thich Nhat Hanh ist es eine tiefe innerer Gewissheit: Innerer und äußerer Frieden sind nur möglich, wenn wir uns darin üben, diesen Frieden jetzt, in diesem Moment, lebendig werden zu lassen.

Wenn wir den Wunsch in uns spüren, in Frieden zu leben, können wir auf dem Weg dahin nicht Mittel anwenden, die nicht friedlich sind, und glauben, so zu wirklichem Frieden zu finden.

Der inzwischen fast 85-jährige Thich Nhat Hanh hat sich schon in den 1960er Jahren sehr aktiv für den Frieden in Vietnam eingesetzt. Ohne für die kommunistische oder amerikanische Seite Partei zu ergreifen, warb er in Vietnam und den USA für eine Beendigung aller Kampfhandlungen.

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Was fühlt sich besser an: Zuwendung oder Ablehnung? – Jeder Mensch weiß die Antwort.

Am Anfang eines Seminars oder Vortrags zum Thema „Achtsame Kommunikation – Wie Beziehung gelingt“ fragen meine Partnerin Ute Niemann und ich die TeilnehmerInnen oft: „Was macht für Sie eine gelingende Kommunikation bzw. ein gelingendes Miteinander aus? Welche Qualitäten und Eigenschaften müssten dazu vorhanden sein?“

Einige der Antworten lauten dann: respektvoll, dem anderen mit voller Aufmerksamkeit zuhören, interessiert, andere Ansichten gelten lassen, nicht-wertend, einfühlsam, klar, ehrlich, sich Zeit füreinander nehmen, wertschätzend, Raum gebend, verstehen und verstanden werden.

Interessant ist dabei immer wieder folgendes: Keiner kommt auf die Idee zu sagen „Ab und zu gehört auch ein richtiger Streit dazu“, „Manchmal müssen die Fetzen fliegen“, „Man muss seinen Ärger einfach mal rauslassen“, „Dem anderen mal ordentlich seine Meinung sagen – auch mit Kraftausdrücken“. Keiner kommt auf diese Formulierungen.

Warum ist das so? Warum fallen den Menschen nur positive Eigenschaften ein?

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Warum sind Sie mit Ihrem Partner zusammen?

„Weil ich ihn liebe.“ So lautet wahrscheinlich Ihre spontane Antwort. Aber Liebe als Gefühl ist etwas sehr Unbeständiges. Gefühle kommen und gehen unentwegt in uns: gerade noch fühlen wir uns offen und liebevoll und im nächsten Moment sind wir – ganz unerwartet – verärgert und abweisend.

Mit dem Wort „Liebe“ bringen die meisten von uns im Kontext einer Paarbeziehung eine ganz spezielle Verbundenheit mit einem Menschen zum Ausdruck. Wir empfinden so etwas wie eine Grundstimmung besonderer Zuneigung, die unter den ständig wechselnden Gefühlen bestehen bleibt. Und wenn wir keine Liebe mehr empfinden ist eben diese Grundstimmung verloren gegangen.

Warum leben Menschen nun in einer Paarbeziehung? Was ist das Fundament dieser ganz speziellen Verbindung zwischen zwei Menschen, so dass sie bereit sind, ihr Leben miteinander zu teilen?

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Wie wäre Ihr Leben ohne die ständigen Gedanken im Kopf?

„Die meisten Menschen haben ihren Verstand ständig eingeschaltet und lassen ihn auf vollen Touren laufen… Das ist etwa so, als würden Sie die ganze Zeit mit einer laufenden Kreissäge in der Hand herumlaufen, die fürchterlichen Krach macht, aber in 99% der Zeit nur leere Luft zersägt.“ – Jörg Starkmuth

Mit diesem sehr anschaulichen Vergleich beschreibt Jörg Starkmuth in seinem Buch „Die Entstehung der Realität“, wie wir uns die ständigen Gedanken in unserem Kopf vorstellen können. Das Erstaunliche dabei ist, dass wir dieses „ständige Kreischen der Kreissäge“ fast alle für ganz normal halten. Nur manchmal, z. B. wenn wir in Gedankenketten von Sorgen und Ängsten gefangen sind, wünschen wir uns, dass doch einmal Ruhe einkehren möge in unserem Kopf.

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