Ingo Zacharias

heiter & gelassen

Leben ohne Sorgen und Stress

Kategorie: Raum der Stille (Seite 1 von 2)

Es gibt keinen Weg zum Frieden – Frieden ist der Weg.

Für den vietnamesischen Zen-Lehrer Thich Nhat Hanh ist es eine tiefe innerer Gewissheit: Innerer und äußerer Frieden sind nur möglich, wenn wir uns darin üben, diesen Frieden jetzt, in diesem Moment, lebendig werden zu lassen.

Wenn wir den Wunsch in uns spüren, in Frieden zu leben, können wir auf dem Weg dahin nicht Mittel anwenden, die nicht friedlich sind, und glauben, so zu wirklichem Frieden zu finden.

Der inzwischen fast 85-jährige Thich Nhat Hanh hat sich schon in den 1960er Jahren sehr aktiv für den Frieden in Vietnam eingesetzt. Ohne für die kommunistische oder amerikanische Seite Partei zu ergreifen, warb er in Vietnam und den USA für eine Beendigung aller Kampfhandlungen.

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Wie wäre Ihr Leben ohne die ständigen Gedanken im Kopf?

„Die meisten Menschen haben ihren Verstand ständig eingeschaltet und lassen ihn auf vollen Touren laufen… Das ist etwa so, als würden Sie die ganze Zeit mit einer laufenden Kreissäge in der Hand herumlaufen, die fürchterlichen Krach macht, aber in 99% der Zeit nur leere Luft zersägt.“ – Jörg Starkmuth

Mit diesem sehr anschaulichen Vergleich beschreibt Jörg Starkmuth in seinem Buch „Die Entstehung der Realität“, wie wir uns die ständigen Gedanken in unserem Kopf vorstellen können. Das Erstaunliche dabei ist, dass wir dieses „ständige Kreischen der Kreissäge“ fast alle für ganz normal halten. Nur manchmal, z. B. wenn wir in Gedankenketten von Sorgen und Ängsten gefangen sind, wünschen wir uns, dass doch einmal Ruhe einkehren möge in unserem Kopf.

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Die Lefkoe-Methode: Glaubenssätze auflösen und zur Essenz unseres Wesens finden

Nicht die Dinge selbst, sondern die Meinungen über die Dinge beunruhigen die Menschen. – Epiktet

Wir sind tief davon überzeugt, direkt in Dingen oder dem Verhalten von Personen eine Bedeutung sehen zu können. Wir glauben, dass die Bedeutung in den Dingen oder dem Verhalten selbst zu finden ist. Aber das ist nicht der Fall. Zum Glück, wie das folgende Beispiel zeigt.

Sie haben sich gerade verliebt. Sie sehen in dem Menschen alles Attraktive und Schöne dieser Welt. Für Sie ist dieser Mensch einfach attraktiv und anziehend. Aber wenn dem so wäre, dann müssten sich alle Menschen in diesen Menschen verlieben. Alle Menschen müssten sich zu diesem Menschen hingezogen fühlen, wenn die Attraktivität in dem Menschen selbst läge. Offensichtlich ist das nicht der Fall – und darüber sind Sie sicherlich auch ganz dankbar!

Dieses Beispiel zeigt deutlich, dass in einer Situation oder in einem Verhalten eines Menschen zunächst einmal keinerlei unmittelbare Zuschreibung von Bedeutungen oder Bewertungen wie schön oder hässlich, angenehm oder unangenehm, wertvoll oder wertlos liegt. Erst unsere zusätzliche Reaktion darauf gibt den Dingen eine bestimmte Bedeutung.

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Warum Achtsamkeit ein ganz außergewöhnlicher Zustand ist

Achtsamkeit ist zu einem populäreren Begriff geworden. Neben seiner ursprünglichen Verwendung im Buddhismus gilt er inzwischen als zentraler Faktor einer positiven Veränderung in verschiedenen Psychotherapien, für Menschen mit chronischen Schmerzen, im Business-Coaching sowie für ein glückliches Leben im Allgemeinen. Und das zu Recht.

Zugleich ist meine Erfahrung, dass wirkliche Achtsamkeit alles andere als leicht ist. Ganz im Gegenteil: sie ist ein sehr außergewöhnlicher Zustand. Um zu verstehen, was mit Achtsamkeit gemeint ist und warum sie so selten ist, möchte ich zunächst beschreiben, was Achtsamkeit alles nicht ist.

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Gute Achtsamkeitsübung, um innere Ruhe zu finden

Die meisten Menschen haben heutzutage einen prall gefüllten Terminkalender mit Aufgaben und Verpflichtungen – beruflich wie privat. Wir sind ständig im Tun und Machen, sind sehr geschäftig. Dabei leben wir aber meistens in einem „Auto-Piloten-Modus“. Dieses Verhalten ist gekennzeichnet durch ein automatisches Reagieren auf Sinneseindrücke von Dingen, Situationen oder Menschen. Fast jeden Augenblick bewerten, vergleichen wir, treffen begriffliche Einordnungen. Für uns ist das so normal, dass wir es in der Regel nicht hinterfragen.

Für viele Menschen ist das ständige Aktivsein aber zugleich sehr anstrengend und auslaugend. Sie erleben, dass sie oft nur „funktionieren“ und wünschen sich, den Stress des ständigen Tuns sowie das unaufhaltsam kreisende Gedankenkarussell einmal anhalten zu können und zur Ruhe zu kommen.

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