Ingo Zacharias

heiter & gelassen

Leben ohne Sorgen und Stress

Schlagwort: Bedürfnisse (Seite 1 von 2)

Warum sind Sie mit Ihrem Partner zusammen?

„Weil ich ihn liebe.“ So lautet wahrscheinlich Ihre spontane Antwort. Aber Liebe als Gefühl ist etwas sehr Unbeständiges. Gefühle kommen und gehen unentwegt in uns: gerade noch fühlen wir uns offen und liebevoll und im nächsten Moment sind wir – ganz unerwartet – verärgert und abweisend.

Mit dem Wort „Liebe“ bringen die meisten von uns im Kontext einer Paarbeziehung eine ganz spezielle Verbundenheit mit einem Menschen zum Ausdruck. Wir empfinden so etwas wie eine Grundstimmung besonderer Zuneigung, die unter den ständig wechselnden Gefühlen bestehen bleibt. Und wenn wir keine Liebe mehr empfinden ist eben diese Grundstimmung verloren gegangen.

Warum leben Menschen nun in einer Paarbeziehung? Was ist das Fundament dieser ganz speziellen Verbindung zwischen zwei Menschen, so dass sie bereit sind, ihr Leben miteinander zu teilen?

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Raus aus Opferland – Der Weg der Versöhnung mit „ungerechten“ Lebensumständen

„Wenn du einem Unheil begegnest, ist es gut, dem Unheil zu begegnen. Dies ist die wunderbare Weise, dem Unheil zu entrinnen.“ – Ryokan

Ich habe gerade das bewegende Buch „Leben oder gelebt werden“ von Walter Kohl gelesen. Kohl? Ja, Kohl. DER Kohl! Also der Sohn von Helmut Kohl!? – Und damit ist auch schon das Kernproblem benannt, das Walter Kohl in seinem Buch beschreibt:

Zeit seines Lebens sehen die Menschen in ihm fast nur den „Sohn vom Kohl“. Sie sehen seinen Vater, obwohl sie vor ihm stehen. Sie drücken das aus, was sie an seinem Vater bewundern oder ablehnen, obwohl sie mit ihm sprechen.

Können Sie sich vorstellen, wie es wäre, wenn Sie kaum als eigenständige Person wahrgenommen werden, sondern fast immer nur als „der Sohn von…“ oder „die Tochter von…“? Wie dies einen tiefen Zweifel in Sie hinein gräbt, wer Sie selbst sind und wie wertvoll Sie sind – unabhängig von den positiven oder negativen Bewertungen, die Ihnen über Ihre prominenten Eltern entgegengebracht werden?

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Erlebte Beratung: Wie Paare in 60 Minuten eine langjährige Konfliktdynamik durchbrechen – Teil 2

Die Erlebte Beratung ist eine intensive und zeitsparende Methode, um Menschen in der Einzel- oder Paarberatung in Kontakt mit dem Kern ihres Problems zu bringen. In diesem Kern findet immer eine Selbstoffenbarung über ein wichtiges menschliches Bedürfnis wie Verbindung, Nähe oder Selbstbestimmung statt. In Teil 1 dieses Artikels finden Sie hierzu ein Beispiel aus der Paarberatung von Ute Niemann und mir.

In Teil 2 möchte ich die Erlebte Beratung weiter erläutern sowie auf die Fragen „Wie geht es nach der ersten Sitzung weiter?“ und „Gibt es immer ein Happy-End?“ eingehen. Am Ende finden Sie ein Video einer Paarberatung zum Thema „Passen wir überhaupt zusammen?“

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Erlebte Beratung: Wie Paare in 60 Minuten eine langjährige Konfliktdynamik durchbrechen – Teil 1

Immer wieder sind meine Partnerin Ute Niemann und ich fasziniert von den intensiven und schnellen Veränderungs- prozessen, die bei Paaren mit der Erlebten Beratung ausgelöst werden. Die Paare kommen meistens mit unlösbar erscheinenden und oft langjährigen Konflikten zu uns in die Beratung und suchen Klarheit, ob und wie es zu zweit weitergehen kann. Und fast immer sitzen sich nach 60 Minuten der ersten Sitzung (oft braucht es gar nicht so lange) zwei Menschen gegenüber, die so in einer Herzensverbindung sind, als hätte es nie ein Problem gegeben.

Wie ist das möglich?

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Ein wertschätzendes Miteinander ist nur durch eigene Wertschätzung möglich

In den USA wird momentan sehr intensiv über die Ursachen des Amoklaufs in Arizona diskutiert. Nicht zuletzt, weil die Kongressabgeordnete Gabrielle Giffords dabei lebensgefährlich verletzt wurde. Die einen beklagen ein „Klima des Hasses“ und sehen eine unmittelbare Verantwortung für den Amoklauf in den aggressiven und militärischen Aussagen von Mitgliedern der republikanischen Tea-Party-Bewegung über den politischen Gegner, allen voran von Sarah Palin. Dazu gehören Aussagen wie „Gebt nicht nach, ladet nach“ als Aufforderung zum Kampf gegen die Gesundheitsreform von Barack Obama.

Die anderen sehen hingegen in dem Attentäter eine geistig verwirrte Persönlichkeit, die keinerlei ursächliche Verbindung zu den Aussagen oder dem Verhalten einer bestimmten Person oder Gruppe zulasse.

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