Ingo Zacharias

heiter & gelassen

Leben ohne Sorgen und Stress

Schlagwort: Herzensruhe

Über die Wandlung der hektischen Zeit in Gelassenheit

Im Alltag sind wir meistens auf dem Sprung. Es gibt viel zu tun, viel zu erledigen. Deshalb muss vieles möglichst schnell gehen. Und während wir noch diese Sache tun, sind wir im Kopf schon bei der nächsten Aktivität. Oder wir versuchen aus einer unangenehmen Tätigkeit oder Situation möglichst schnell raus zu kommen, um uns wieder besser zu fühlen.

Fast jeden Tag unterziehen wir uns unserem ganz persönlichen „Stresstest“: „Kriege ich alles hin?“ – „Da muss ich hin!“ – „Damit will ich endlich fertig werden!“

Irgendwo in uns kriegen wir mit, wie anstrengend, ja wie auslaugend diese Art zu leben ist. Wir freuen uns vielleicht auf den Urlaub oder einen freien Sonntag im Monat. Oder wir besuchen einen Entspannungskurs, machen Yoga, meditieren morgens 20 Minuten.

Wir lassen uns kurz etwas fallen – aber dann „muss“ es weitergehen. Wir funktionieren und versuchen, gute Gefühle zu maximieren und ungute Gefühle zu minimieren.

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Die 7 Stufen der Gelassenheits-Stress-Skala

Wie ist Ihr geistiger und körperlicher Zustand in diesem Moment? Gelassen? Gestresst? Oder nicht richtig gelassen, aber auch nicht richtig gestresst?

Gewöhnlich verbinden wir mit Gelassenheit einen Zustand wie auf dem Bild rechts. Es ist ein Zustand, wo wir innerlich die Anforderungen des Alltags für eine Weile hinter uns lassen. Demgegenüber erleben wir Stress, wenn wir uns getrieben fühlen, wenn wir (oft unbewusst) immer schon das Nächste im Blick haben, obwohl wir jetzt erstmal hier etwas zu tun haben.

Doch bei genauerem Hinsehen gibt es eine größere Anzahl an Gelassenheits- und Stresszuständen. Ich empfinde eine solche Differenzierung als hilfreich, um zu verstehen, wo ich gerade stehe (oder in einer bestimmten Situation stand). So kann ich besser erkennen, wie weit ich von den Zuständen von Gelassenheit entfernt bin, auf welche inneren Prozesse ich in Zukunft besser achten sollte und was mir in einer schwierigen Situation als Akutmaßnahme helfen könnte.

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Wie viele Minuten am Tag sind Ihnen wirklich wichtig?

In der aktuellen Berichterstattung über die Verkehrsbehinderungen aufgrund von Schnee und Eis sprach ein Journalist davon, dass man ja heutzutage einen „durchgetakteten Terminkalender“  habe und dass einen solche ungeplanten Behinderungen schon aus der Ruhe bringen können. Und ein Wissenschaftler sagte, dass wir eine hohe Erwartungshaltung haben, dass alles immer funktioniert und wir in solchen Situationen einfach mehr „Frustrationstoleranz“ bräuchten.

Diese besondere Situation zeigt für mich sehr schön, wie die meisten Menschen heutzutage ihren Alltag wahrnehmen. Wir haben eine ziemlich genaue Vorstellung davon, was im Laufe eines Tages wirklich wichtig für uns ist und was ein Hindernis bzw. nur ein Mittel ist, um zu den „wichtigen“ Dingen zu kommen.

Aber: Gibt es diese Unterscheidung in „wichtig“ und „unwichtig“, in „wertvoll“ und „wertlos“, wirklich? Oder ist sie nur ein gedankliches Konstrukt, dem wir kollektiv folgen? Und macht uns diese dualistische Betrachtung glücklicher?

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