Ingo Zacharias

heiter & gelassen

Leben ohne Sorgen und Stress

Monat: März 2011

Warum sind Sie mit Ihrem Partner zusammen?

„Weil ich ihn liebe.“ So lautet wahrscheinlich Ihre spontane Antwort. Aber Liebe als Gefühl ist etwas sehr Unbeständiges. Gefühle kommen und gehen unentwegt in uns: gerade noch fühlen wir uns offen und liebevoll und im nächsten Moment sind wir – ganz unerwartet – verärgert und abweisend.

Mit dem Wort „Liebe“ bringen die meisten von uns im Kontext einer Paarbeziehung eine ganz spezielle Verbundenheit mit einem Menschen zum Ausdruck. Wir empfinden so etwas wie eine Grundstimmung besonderer Zuneigung, die unter den ständig wechselnden Gefühlen bestehen bleibt. Und wenn wir keine Liebe mehr empfinden ist eben diese Grundstimmung verloren gegangen.

Warum leben Menschen nun in einer Paarbeziehung? Was ist das Fundament dieser ganz speziellen Verbindung zwischen zwei Menschen, so dass sie bereit sind, ihr Leben miteinander zu teilen?

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Die 7 Stufen der Gelassenheits-Stress-Skala

Wie ist Ihr geistiger und körperlicher Zustand in diesem Moment? Gelassen? Gestresst? Oder nicht richtig gelassen, aber auch nicht richtig gestresst?

Gewöhnlich verbinden wir mit Gelassenheit einen Zustand wie auf dem Bild rechts. Es ist ein Zustand, wo wir innerlich die Anforderungen des Alltags für eine Weile hinter uns lassen. Demgegenüber erleben wir Stress, wenn wir uns getrieben fühlen, wenn wir (oft unbewusst) immer schon das Nächste im Blick haben, obwohl wir jetzt erstmal hier etwas zu tun haben.

Doch bei genauerem Hinsehen gibt es eine größere Anzahl an Gelassenheits- und Stresszuständen. Ich empfinde eine solche Differenzierung als hilfreich, um zu verstehen, wo ich gerade stehe (oder in einer bestimmten Situation stand). So kann ich besser erkennen, wie weit ich von den Zuständen von Gelassenheit entfernt bin, auf welche inneren Prozesse ich in Zukunft besser achten sollte und was mir in einer schwierigen Situation als Akutmaßnahme helfen könnte.

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Wie wäre Ihr Leben ohne die ständigen Gedanken im Kopf?

„Die meisten Menschen haben ihren Verstand ständig eingeschaltet und lassen ihn auf vollen Touren laufen… Das ist etwa so, als würden Sie die ganze Zeit mit einer laufenden Kreissäge in der Hand herumlaufen, die fürchterlichen Krach macht, aber in 99% der Zeit nur leere Luft zersägt.“ – Jörg Starkmuth

Mit diesem sehr anschaulichen Vergleich beschreibt Jörg Starkmuth in seinem Buch „Die Entstehung der Realität“, wie wir uns die ständigen Gedanken in unserem Kopf vorstellen können. Das Erstaunliche dabei ist, dass wir dieses „ständige Kreischen der Kreissäge“ fast alle für ganz normal halten. Nur manchmal, z. B. wenn wir in Gedankenketten von Sorgen und Ängsten gefangen sind, wünschen wir uns, dass doch einmal Ruhe einkehren möge in unserem Kopf.

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