Ingo Zacharias

heiter & gelassen

Leben ohne Sorgen und Stress

Kategorie: Heitere Gelassenheit (Seite 2 von 3)

Erlebte Beratung: Wie Paare in 60 Minuten eine langjährige Konfliktdynamik durchbrechen – Teil 2

Die Erlebte Beratung ist eine intensive und zeitsparende Methode, um Menschen in der Einzel- oder Paarberatung in Kontakt mit dem Kern ihres Problems zu bringen. In diesem Kern findet immer eine Selbstoffenbarung über ein wichtiges menschliches Bedürfnis wie Verbindung, Nähe oder Selbstbestimmung statt. In Teil 1 dieses Artikels finden Sie hierzu ein Beispiel aus der Paarberatung von Ute Niemann und mir.

In Teil 2 möchte ich die Erlebte Beratung weiter erläutern sowie auf die Fragen „Wie geht es nach der ersten Sitzung weiter?“ und „Gibt es immer ein Happy-End?“ eingehen. Am Ende finden Sie ein Video einer Paarberatung zum Thema „Passen wir überhaupt zusammen?“

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Erlebte Beratung: Wie Paare in 60 Minuten eine langjährige Konfliktdynamik durchbrechen – Teil 1

Immer wieder sind meine Partnerin Ute Niemann und ich fasziniert von den intensiven und schnellen Veränderungs- prozessen, die bei Paaren mit der Erlebten Beratung ausgelöst werden. Die Paare kommen meistens mit unlösbar erscheinenden und oft langjährigen Konflikten zu uns in die Beratung und suchen Klarheit, ob und wie es zu zweit weitergehen kann. Und fast immer sitzen sich nach 60 Minuten der ersten Sitzung (oft braucht es gar nicht so lange) zwei Menschen gegenüber, die so in einer Herzensverbindung sind, als hätte es nie ein Problem gegeben.

Wie ist das möglich?

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Die Lefkoe-Methode: Glaubenssätze auflösen und zur Essenz unseres Wesens finden

Nicht die Dinge selbst, sondern die Meinungen über die Dinge beunruhigen die Menschen. – Epiktet

Wir sind tief davon überzeugt, direkt in Dingen oder dem Verhalten von Personen eine Bedeutung sehen zu können. Wir glauben, dass die Bedeutung in den Dingen oder dem Verhalten selbst zu finden ist. Aber das ist nicht der Fall. Zum Glück, wie das folgende Beispiel zeigt.

Sie haben sich gerade verliebt. Sie sehen in dem Menschen alles Attraktive und Schöne dieser Welt. Für Sie ist dieser Mensch einfach attraktiv und anziehend. Aber wenn dem so wäre, dann müssten sich alle Menschen in diesen Menschen verlieben. Alle Menschen müssten sich zu diesem Menschen hingezogen fühlen, wenn die Attraktivität in dem Menschen selbst läge. Offensichtlich ist das nicht der Fall – und darüber sind Sie sicherlich auch ganz dankbar!

Dieses Beispiel zeigt deutlich, dass in einer Situation oder in einem Verhalten eines Menschen zunächst einmal keinerlei unmittelbare Zuschreibung von Bedeutungen oder Bewertungen wie schön oder hässlich, angenehm oder unangenehm, wertvoll oder wertlos liegt. Erst unsere zusätzliche Reaktion darauf gibt den Dingen eine bestimmte Bedeutung.

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Bemerkenswert # 4/2010

“Gelassenheit ist der reinste Ausdruck seelischer Gesundheit. Wer gelassen ist, hat die höchste Stufe des Menschseins und der Weisheit erreicht – er ist ausgeglichen und kann ausgleichend auf andere einwirken. Mit Gelassenheit wird deshalb seelische Stärke verbunden und vor allem seelische Unverletzlichkeit.“ – Peter Lauster

 

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Wie viele Minuten am Tag sind Ihnen wirklich wichtig?

In der aktuellen Berichterstattung über die Verkehrsbehinderungen aufgrund von Schnee und Eis sprach ein Journalist davon, dass man ja heutzutage einen „durchgetakteten Terminkalender“  habe und dass einen solche ungeplanten Behinderungen schon aus der Ruhe bringen können. Und ein Wissenschaftler sagte, dass wir eine hohe Erwartungshaltung haben, dass alles immer funktioniert und wir in solchen Situationen einfach mehr „Frustrationstoleranz“ bräuchten.

Diese besondere Situation zeigt für mich sehr schön, wie die meisten Menschen heutzutage ihren Alltag wahrnehmen. Wir haben eine ziemlich genaue Vorstellung davon, was im Laufe eines Tages wirklich wichtig für uns ist und was ein Hindernis bzw. nur ein Mittel ist, um zu den „wichtigen“ Dingen zu kommen.

Aber: Gibt es diese Unterscheidung in „wichtig“ und „unwichtig“, in „wertvoll“ und „wertlos“, wirklich? Oder ist sie nur ein gedankliches Konstrukt, dem wir kollektiv folgen? Und macht uns diese dualistische Betrachtung glücklicher?

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